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Erfolg als ClownIn
Melancholie und Humor
Hoppla!
ClownInnen und Politik
NärrIn, Tölpel- oder ClownIn
   

ClownInnen und Politik

Als PassantInnen Karl Valentin fragten, wieso er seine Beine durch das Gitter seines Balkons hängen lasse, auf dem er saß, die Füße wenige Zentimeter über dem Boden, antwortete er: "Was soll ich tun, ich hab ja Auftrittsverbot."

Allen ClownInnen gemeinsam ist ihr Hintersinn, ihr Spiel mit gesellschaftlichen Konventionen, ihre Subversion. ClownInnen unterhalten, rühren, verzaubern, aber sie liefern auch Anstöße und zeigen die Wirklichkeit in ungewohnten Perspektiven. Das ist übrigens ein grundlegender Mechanismus von Humor: witzig wirkt, was unerwartet kommt. Sie können daraus schon einmal eins ableiten: es gibt keine dummen ClownInnen. Denn: Wie könnte frau irgendetwas überraschend darstellen, ohne es im tiefsten Grunde zu verstehen?

Ein bisschen ist es wie Boxen und Judo: dort wo im richtigen Leben gekämpft wird, da agiert die ClownIn mit feinen Tönen; dort wo sonst Profilgehabe herrscht, siegt die ClownIn indem sie nur - aber natürlich gut gemacht - über die eigenen Füße stolpert. Mit gesellschaftlichen Zumutungen und Rücksetzungen geht die ClownIn souverän um; sie kann nichts umwerfen, eher springt sie selber einen Salto und pfeift sich dabei eins (...wir pfeifen auf dem letzen Loch, doch immerhin: wir pfeifen noch...).

Die Frage, ob ClownInnen politisch wirken, ist schwer zu beantworten. Natürlich haben ClownInnen eine Meinung und selbstverständlich hat ihr Wirken eine Aussage. Nur: ClownInnen verkünden keine Dogmen und halten keine Reden. Ein ClownIn langweilt ihr Publikum nicht mit Plattitüden; das Stilmittel der ClownIn ist die Subversion, der feine Zwischenton, und ihre Weisheiten (natürlich sind ClownInnen weise) muss sich die ZuschauerIn aus ihren eigenen Gedanken erschliessen. Die ClownIn verabreicht keine Schonkost - und sie kaut nicht vor.

 

 

 

 
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